Die Geschichte
von Herrsching
Karl Stier konnte noch 1881 schreiben: „Im ganzen Seegebiet ist dieser Winkel vielleicht die vollendenste Idylle. Einsam liegt das Ufer mit seinen weißen Kieseln, kein Menschenlärm stört seine Ruhe". Gemeint hatte er damit den Ort Herrsching am Ammersee, welcher in der Vergangenheit im Volksmund auch „Bauernsee“ genannt wurde.

Herrsching, erstmalig in einer Schenkungsurkunde des Uradels der Huosier an das Kloster Schlehdorf 776 erwähnt, ist der bedeutendste Ausflugsort am Ostufer des Ammersees.Lange Zeit vor Christi Geburt war die Moränenlandschaft von den Kelten, später auch von den Römern, besiedelt. Bis tief ins 19. Jahrhundert hinein lebte Herrsching vom Fischfang und von der Landwirtschaft. Wegen der vielen Fasttage im Mittelalter war Fisch ein Hauptnahrungsmittel und somit eine der wichtigsten Erwerbsquellen.

Mit dem Anwachsen der Bevölkerung und des Fremdenverkehrs um die Jahrhundertwende, besonders nach dem Bau der Eisenbahn, setzte bei den Handwerksbetrieben und auch im Geschäftsleben ein lebhafter Aufschwung ein.

Auf Antrag und Beschluss des Gemeinderates wurde der südwestlich gelegene Ortsteil Wartaweil am 22. März 1937 der Gemeinde Herrsching zugeführt. 1829 errichteten die Dießener Fischer eine aus weißem Tuffstein gehaltene Säule. Diese diente als Orientierungshilfe, um die Ausflügler und Einheimischen sicher von einem Ufer zum andern übersetzen zu können. Die Zurückbleibenden wurden dann oft mit dem Ruf „wart´s a weil“ vertröstet.

Als S-Bahn-Endstation der Linie S5 zieht Herrsching heute in den Sommermonaten Tausende von erholungsuchenden Besuchern an, mit der längsten Seeuferpromenade Deutschlands beispielsweise, einem zehn Kilometer langen und fast ohne Unterbrechung am Ufer entlangführenden Weg bis zum Südende des Sees, oder dem eindrucksvollen Fußweg durch das Kiental hinauf auf den heiligen Berg, zum Kloster Andechs.

(Quelle: www.herrsching.de )

Weitere Informationen:
http://de.wikipedia.org/wiki/Herrsching_am_Ammersee