Herrschinger
Sehenswürdigkeiten
Kurparkschlößl
Kurparkschlößl / Scheuermannvilla
Maler Ludwig Scheuermann (geb. 1859) ließ 1888/89 diese Villa nach eigenen Plänen von dem Herrschinger Baumeister Rehm erbauen. Die Vielfalt an Formen und Stilelementen des repräsentativen Landhauses sind dem Späthistorismus zuzuordnen. Die Villa war vor 100 Jahren ein beliebter Treffpunkt vieler Künstler aus München. Heute ist sie Sitz der Volkshochschule und Galerie für Ausstellungen.

Das stilvolle Trauungszimmer der Gemeinde im Schlößl ist der Anziehungspunkt für viele Hochzeitspaare aus nah und fern.



Martinskircher
St. Martins-Kirche
Die wunderschöne St. Martins-Kirche, umflossen vom Kienbach, liegt auf einem Hügel - von hier aus kann man einen herrlichen Blick über Herrsching und den Ammersee genießen. Die barocke St.-Martins-Kirche (urkundlich erstmals erwähnt 1065) gehörte zum Kloster Benediktbeuern. Der aus gotischer Zeit stammende Bau wurde im 18. Jh. stark überarbeitet. Der Hochaltar und die beiden Seitenaltäre stammen ebenfalls aus dem 18. Jh. Die unter der Empore angebrachte Grabplatte aus Rotmarmor mit dem Wappen der Hundtsperger deutet auf den Herrschinger Ortsadel hin.

Auf dem Friedhof rund um die katholische Kirche befinden sich alte handgeschmiedete Grabkreuze. Die an der Straße befindliche Mariensäule ist eine Nachbildung der Säule am Marienplatz in München und vom selben Künstler erschaffen.



Schloß Mühlfeld
Schloß Mühlfeld
Im Süden liegt das barocke Schloß Mühlfeld mit seinem Park - die Grundmauern der Alten Mühle umspielt der Ammersee.

Bis ins 19. Jahrhundert war es Sommerresidenz des Andechser und Wessobrunner Konvents. Heute ist es als Firmensitz einer Verlagsgesellschaft auch nicht öffentlich zugänglich.



Archäologischer Park
Archäologischer Park
Bei der Friedhofserweiterung am Mitterweg stieß der Bagger auf ein frühmittelalterliches Grab, welches sich als Teil eines Separatfriedhofs herausstellte, auf dem im 7.Jhd. adelige Bajuwaren bestattet worden waren.   

Bei den folgenden Ausgrabungen des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege wurden elf Gräber entdeckt, in denen die Gebeine von neun hochgestellten Männern und einer Frau sowie von vier Kleinkindern lagen. Außerdem kam das Steinfundament einer frühchristlichen Adelskirche, ebenfalls aus dem 7. Jahrhundert , von 10 m Länge und 6,5 m Breite ans Tageslicht. Es stellte sich beim Abräumen der Steine heraus, dass an derselben Stelle bereits um das Jahr 625 n. Christi eine Pfostenkirche aus Holz mit demselben Grundriss errichtet worden war. Die Gemeinde ließ die Steinkirche auf demselben Grund rekonstruieren und im Inneren ein kleines Museum errichten



Ehem. Ritterlehn und Posthalterei
Ehem. Ritterlehn und Posthalterei
1456-1620 war das Ritterlehen Sitz des bayerischen Adelsgeschlechtes derer von Hundtsperg. Der Junker Jörg machte aus dem Adelssitz 1567 ein Gasthaus. Nach 1620 war der österreichische Commissarius Johann Georg von Jäger neuer Besitzer und ab 1640 die Hohenleitners aus Tirol, welche das Rittergut 1696 an Graf Max Cajetan von Toerring zu Seefeld verkauften. Ab 1696 stand das Ritterlehn im Besitz des Grafen Max Cajetan von Toerring zu Seefeld.

1706 unterstellte Kaiser Joseph II von Österreich während des Spanischen Erbfolgekrieges die Tafern unter "Kaiserlichen Schutz". Der Originalschutzbrief befindet sich im Haupteingang des Hauptgebäudes vor der Ritterstube. 1889 - 1902 diente das Gebäude als Postexpedition mit Poststall. Am 30.11.1903 fuhr die letzte Postkutsche vom Gasthof Post nach Starnberg. Das unter Denkmalschutz stehende Gebäude ist heute das Hotel-Gasthof zur Post.